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Überfall auf Nerzfarm

Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Sonntag den 14.März 2010 auf einer Pelztierfarm in Frankenförde insgesamt 4000 Nerze freigelassen.

Auf dem, wie gesetzlich vorgeschrieben, mit einer Umzäunung gesicherten Gelände, waren zur Tatzeit 3200 tragende Nerzfähen und 800 Rüden untergebracht. 55% der Tiere konnten wieder eingefangen werden oder kamen freiwillig zurück. Allerdings waren viele der Tiere verwundet und mussten nach tierärztlicher Konsultation eingeschläfert werden. Für die restlichen 45 % der Tiere bedeutet das Freisetzen meistens den Tod, entweder durch Straßenverkehr, durch Erschlagen in fremden Wohnbereichen oder durch Verhungern, weil sie die eigenständige Nahrungssuche nicht gewohnt sind. In der kurzen Zeit Ihres Überlebens richten sie im Allgemeinen großen Schaden an weiteren Tierhaltungen und an der wildlebenden Fauna, insbesondere bei den Bodenbrütern an. Zum Schutz von jetzt brütenden Vögeln werden Nerze, die aus Pelztierfarmen freigesetzt werden, auch von den örtlichen Jägern geschossen.

Den entstandenen Schaden gibt der Farmeigentümer mit 180.000 € an. Das unverantwortliche Handeln der Tierrechtler stellt nicht nur ein Verbrechen gegenüber dem Farmer dar, sondern auch gegenüber Natur und dem Artenschutz. Es handelt sich um gedankenloses und rücksichtsloses Verhalten. Rückfragen an: Deutsches Pelz Institut , Susanne Kolb-WachtelTel 0172-6739518 Ergänzende Informationen für Redaktionen:

1. Die 1949 gegründete International Fur Trade Federation (IFTF) ist eine unabhängige internationale Vereinigung von 42 nationalen Pelzverbänden und -organisationen in 35 Ländern der Welt. Ziel der IFTF ist es, mit ihrer Arbeit und durch die Aktivitäten der Mitglieder die Interessen der Pelzbranche zu wahren und Innovationen, hohe Standards sowie ein positives, auf Fakten beruhendes Image von Pelz und der weltweiten Pelzbranche zu fördern.

2. Die IFTF hat sich der Bewahrung hoher Standards in der Fürsorge verschrieben. Der Pelzhandel wird unter Wahrung internationaler, nationaler und regionaler Gesetzte und Richtlinien reguliert. Der internationale Pelzhandel bedient sich zu keinem Zweck gefährdeter Tierarten.

3. Die Regeln der IFTF gelten für alle nationalen Verbände, zu denen das Deutsche Pelz Institut gehört. Weitere Informationen finden Sie unter www.iftf.com 4. Das Deutsche Pelzinstitut (DPI) ist die im September 1987 gegründete Aktionsgemeinschaft aller Verbände, Organisationen und Institutionen der Pelzbranche. Das DPI ist Sprecherorgan der Branche in der Öffentlichkeit. Das DPI gibt Empfehlungen, z.B. für einen Verhaltenskodex auch in die Branche.