Deutsches Pelz Institut
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Alles über Pelz
Aktuelles:

Wofür Peta wirklich steht. In den Worten der Vorsitzenden Ingrid Newkirk

Die Tierrechts-Organisation Peta präsentiert sich gerne als Weltverbesserer und gerne auch "tierschützerisch". Dass dahinter eine ganz andere, viel umfassendere Agenda steht, die unser Leben massiv ändern würde, ist...[mehr]


Weltweiter Umsatz im Pelzhandel auf Rekordhöhe bei wachsender Nachfrage

London 3. Mai 2013-05-16 Die International Fur Trade Federation (IFTF) hat die weltweiten Einzelhandels Umsatzzahlen für  das Jahr 2011/2012 bekannt gegeben. Der Gesamtumsatz von 15,6 Mrd US $ übersteigt den schon hohen...[mehr]


Pressefotos

Hier finden Sie die Pressefotos, die zum honorarfreien Abdruck ausschließlich  für redaktionelle Veröffentlichungen in Presseorganen genutzt werden dürfen!

www.fur-style.com

Designer lieben Pelz

Fast alle international bekannten Designer, zeigen in ihren neuen Ready-to-wear und Haute Couture Kollektionen Pelz!

Pelz als emotionaler Fashion Faktor

Bericht von den Kollektionen in NY, Mailand und Paris

Die „Feinde“ des Pelzes haben komplett verschlafen. Ausgerechnet in der Saison, in der fast bei keinem Designer Pelz fehlte, waren sie nicht zur Stelle! Keine Protest-Patrouillen vor den Türen und keine Störaktionen drinnen an den Catwalks. Die PETA kennt den Fashion-Rhythmus nicht, wahrscheinlich denken sie, dass im Frühjahr Sommermode gezeigt wird – so die allgemeine Erklärung unter den Besuchern der Shows. Kein Modehaus, kein Designer hatte sich von den Anfeindungen der letzten Jahre schrecken lassen. Jean Paul Gaultier schien mit großer Lust provozieren zu wollen, in dem er die „kreatürliche“ Herkunft der Pelze besonders herausstellte, und Fuchsfelle mit Kopf und Schwanz als Weste, Kopfbedeckung, Jacke und Tasche über den Catwalk defilieren ließ.

Die Fashion-Message der Saison

Folgt man den Vorschlägen der Designer, dann ist erst einmal Schluss mit dem lustig bunten Stil-Crossover aus Casualwear  und Couture mit Spuren von Vintage und Ethno-Einflüssen, das in den letzten Jahren die Mode voran getrieben hat.

Auf den Laufstegen bestimmten Total-Looks das Bild, bei denen wieder alles – einschließlich Strumpf, Schuh, Tasche und Gürtel – aufeinander abgestimmt sein muss. Die Farben, die überwiegend im Schwarz- und Grau- Bereich lagen, wurden von Kopf bis Fuß und bis hinein die Spitzen der omnipräsenten Handschuhe durchgezogen. Eine elitäre Aussage, die gleichzeitig Strenge und Disziplin vermittelt. Mode reagiert damit wieder einmal deutlich auf gesellschaftliche Entwicklungen. Die High Class-Fashion demonstriert Abgrenzung.  Kennerschaft und „Geschmack“ sind gefordert – der Flirt mit der Straße war gestern.

Das ruhige Farbbild, das neben Grau und Schwarz vor allem Camel- und Bisquitt-Shades, gebrannte Rottöne und nach wie vor Violett einschließt, wird in umso aufregenderen und luxuriöseren Materialien umgesetzt. Fließende Doubleface-Wolle, superleichte Doppelgewebe, innovative Dreidimensionalität in den Strukturen und jede Menge Pelz sorgen für Attraktivität  in den Optiken und in der Haptik der Materialien. Man erkennt bei den aufwendigen Stoffen das Bemühen der High-Fashion-Häuser, es ihren „Kopierern“ möglichst schwer zu machen.

Konfektion erlebt in den Designer-Kollektionen ein starkes Comeback. Galt in den vergangenen Saison die Vorliebe der Modemacher eher Casual-Sortimenten wie Bikerjacke, Fieldjackets und Strickmänteln, so standen jetzt wieder Sakkos, Blazer und Hosenanzüge mit präzise konstruierten Silhouetten im Mittelpunkt.  Gerade Schultern und smarte Taillierungen versprechen Haltung und einen perfekten Auftritt. Hohe, kunstvoll konstruierte Kragen an Jacken und Mänteln und plissierte Halskrausen an Blusen zeichnen ein strenges, fast puritanisches Frauenbild, das nur wenig Haut blicken lässt. Erotik vermitteln eigentlich nur die atemberaubenden High Heels, die in keiner Kollektion fehlen. Denn überlange Beine gehören zum Idealbild der aktuellen Mode, auch wenn die Säume vereinzelt in Richtung Wade wandern. Das Gros der Modelle war kniefrei! Die langen Beine der Mannequins steckten in keuschen Wollstrümpfen, die unbedingt in der Farbe des Gesamtoutfits sein müssen.

Kniefrei – oder höchstens kniebedeckend – sind auch die meisten Mäntel. Die schlanke gerade H-Form mit geraden, leicht gepolsterten Schultern und die ovale O-Form mit schräger Schulter, angeschnittenen oder tief eingesetzten Ärmeln und am Saum eingestellten Nähten sind bei Jacken und Mänteln die wichtigsten Silhouetten.

Die Rolle der Pelze im nächsten Herbst

In all der Strenge und Konstruiertheit, die viel an Architektur denken lässt, übernimmt Pelz die Rolle des Emotionalen und Natürlichen. Im Kontrast zu der Kontrolliertheit der neuen Ensembles wirken die Pelze fast archaisch. Sie lassen nicht nur bei Gaultier ihre animalische Herkunft erkennen. Naturtöne und natürliche Farbverläufe der Tierkörper spielen eine wichtige Rolle. Nerze zeigen wieder Grannen und werden oft nicht mehr durchgefärbt. Trotzdem kommt nicht der Eindruck von Rustikalität auf. Die Modernität der neuen Pelzmodelle entsteht aus der Balance schlichter bis zeitloser Eigenständigkeit und gleichzeitig perfekter Einordnung in die neuen Looks.

Oft wirken die neuen Pelzjacken und –mäntel wie nach außen getragene Futter, die sonst Baumwoll- oder Wollmänteln Wärmefunktion verleihen. Sie sind fast immer kragenlos und nicht selten auch ärmellos. Pelz-Chasuble (ärmellose Mäntel) waren in vielen Kollektionen ein wichtiger Teil der neuen Kombi-Looks. Aber auch kurze Westen waren stark vertreten. Meist in der Farbe des Gesamt-Outfits ordneten sie sich sehr selbstverständlich ein.

Aus leichten und flachen Fellen wie Nerz und Swakara sah man darüber hinaus auch Pullover oder Shirt-ähnliche Teile. Insofern wird das Layering-Prinzip in neuer Qualität weiter geführt: der Look wir noch aus einzelnen und eigenständigen „Schichten“ aufgebaut, die aber jetzt in Farbe und Material sehr genau aufeinander abgestimmt sein müssen.

Der starke Einfluss Miuccia Pradas war an den vielen gelockten Kalb- und Ziegenfellen zu erkennen, die ihren Fake Furs der vergangenen Wintersaison abgeschaut waren.

Stärker als bisher präsentierte sich Pelz als fest integrierter Teil der neuen Looks: emotional, dekorativ, natürlich – als „wonderfull piece for daily use“. Selten wurde Pelz mit dem „alten“ Glamour-Faktor oder wie so oft als Beiwerk für laszive Erotik inszeniert.

Neu ist auch die Art, wie er als Besatz verarbeitet wird, bzw. wie er mit Wolle oder Leder kombiniert wird. Altmodisch wirkten die wenigen Modelle mit traditionellem Besatz an Saum und Ärmeln. Neuer ist ein flächiger Einsatz der Pelze. Ganze Ärmelpartien und Rockteile der Mäntel oder Jacken sind aus Pelz gearbeitet.  Kokette „Puschel“-Säume waren diese Saison nicht gefragt. Es durfte überall ruhig ein bisschen mehr Pelz sein – eine gute Botschaft für alle Pelzfreunde, Pelz-Manufakturen und die Pelzindustrie.

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