Besuch auf einer pelztierfarm


 

Pelztierfarmen bestehen als bäuerliche Klein- und Mittelbetriebe vor allem in Skandinavien, daneben in Nordamerika, Holland und Russland. Allein in den skandinavischen Ländern finden etwa 10.000 Familien ihr Auskommen durch die Aufzucht von Nerz und Fuchs. Vielfach ist dort, wo sie leben, Ackerbau nicht möglich, oder sie würden wie viele andere europäische Landwirte Überschüsse produzieren. So aber verfüttern sie Fisch- und Schlachtabfälle, die für Menschen ungenießbar sind, um ein begehrtes Naturgut zu gewinnen. Die Pelztierhaltung gehört zu den wenigen landwirtschaftlichen Bereichen, die ohne Subventionen aus der EU-Agrarpolitik auskommen.

Pelztierzüchter zeichnen sich durch Bereitschaft und Freude am Umgang mit ihren Tieren aus. „Nur durch wirkliches Interesse am Tier kann man gute Zucht- ergebnisse und beste Fellqualitäten erzielen“, sagt der dänische Züchter Jens Erik Thomsen. Eine 5-Tage- Woche gebe es in der Pelztierzucht nicht, die Tiere brauchten tagtäglich ihre Pflege und Fütterung.