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Junge Designer machen Swakara-Felle zu modischen Highlights

Kategorie: News
Swakara Pelz schwarz

Modell: Sandra Plößl. Foto: Bastian Höhl

Swakara Pelz weiß

Modell: Selina Simon

Mehrjähriges Studienprojekt an der Internationalen Modeschule ESMOD München trägt Früchte

Seit jetzt sieben Jahren arbeiten Studierende des jeweiligen Abschlussjahrganges der Modeschule ESMOD mit einem für sie eher unüblichen Material: den unter der Bezeichnung Swakara® vertriebenen Fellen von Karakullämmern aus dem südwestlichen Afrika, dem heutigen Namibia. Die vom Karakul-Rat, der Züchtervereinigung dieses Landes, an die Nachwuchs-Designer gestellte Aufgabe zielt darauf, neue Verwendungsmöglichkeiten für die besonders flachen und leichten, moiréartig gezeichneten Lammfelle zu finden und dabei eine junge Verbrauchergruppe anzusprechen. Auch in diesem Jahr zeigten Diplomanden, was Begeisterung und Kreativität aus einem ungewöhnlichen, auf den ersten Blick eher traditionellen Material machen kann: topaktuelle Bekleidung und attraktive Accessoires. Bei der Realisierung der Modelle halfen namhafte bayerische Kürschnerbetriebe. Sandra Plößl wählte für ihre Diplomkollektion das Thema "Morphologie". Sie befaßte sich mit in der Natur vorkommenden Gestalten und Formen, zerlegte sie in ihre Bestandteile und entwickelte daraus neue Gebilde etwa durch ungewöhnliche Stoffbearbeitungen. In dem flachgelockten Swakara-Lammfell sieht die junge Designerin das ideale Material zur Inszenierung ihrer Ideen. Das in naturschwarzem Swakara aufgemachte Modell ist eine lange, asymmetrische Jacke mit angeschnittenem Kragen und mehrlagigen Tülleinsätzen im Vorderteil und im Rücken. Auf diese Weise entstehen auffallende dreidimensionale Formen. Die Jacke ist offenkantig verarbeitet und von Hand abgefüttert. Fäden bleiben sichtbar, um den Eindruck des Unfertigen, Rohen, nicht Perfekten zu unterstreichen. Die Jacke wird entweder offen, leger getragen oder – strenger – durch einen Haken verschlossen. Um zusätzliches Volumen zu schaffen, lässt sich eine weitere Lage Tüll mit Druck-knöpfen ansetzen. So wird das Outfit besonders wandlungsfähig und vielseitig kombinierbar. Selina Simon stellte ihre Kollektion, inspiriert von einer Reise nach Tokio, unter das Thema "Hanami" – japanisch "(Kirsch-)Blüten betrachten". Die Idee: elegante, verspielte Mode mit einer gewissen Raffinesse im Detail zu entwerfen. Darauf sind die leichten, fließenden Stoffe (Seide/Baumwolle, dazu Leder und Karakulfell) und die hellen, sommerlichen Farben abgestellt. Sie signalisieren Weiblichkeit, Romantik, Lebensfreude. Die aus Swakara gefertigten Teile der Diplomkollektion sind eine federleichte, kurzärmelige Jacke; die natürliche Form der Felle wurde hier bewußt beibehalten. Dazu entwarf Selina Simon eine dekorative, weiche Schultertasche. Aus Sicht der Karakulfarmer in Namibia hat das mehrjährige Studienprojekt mit der Modeschule ESMOD dazu beigetragen, den am Rand der Namibwüste unter schwierigen Bedingungen produzierten Lammfellen neue Aufmerksamkeit und Nachfrage im Modemarkt zu verschaffen. Indiz dafür sind die mittlerweile wieder hohen Preise für diese Felle auf dem Weltmarkt. In Namibia bringt das Karakulschaf ein Nutzungspotential mit, das von keinem anderen Haustier erreicht wird; verwendet werden gleichermaßen Fleisch, Wolle und Lammfelle.

Text zu den beigefügten Bildern: Dreidimensionalität die ins Auge fällt: Jacke aus naturschwarzem Swakara. Modell: Sandra Plößl. Foto: Bastian Höhl.

Frech und jung für den unbeschwerten Sommerabend: Kurzärmelige Jacke und Schultertasche aus beige-gefärbtem Swakara. Modelle: Selina Simon. Foto: N.N.

 Nähere Informationen zu diesem Thema durch Swakara Presse-Service, Telefon 089-92 56 71 71

E-Mail: h.p.lemm(at)hotmail(dot)de


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